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Entmannung

Ballbusting

 

Hierbei handelt es sich um eine Form der männlichen Genitalfolter, die im weitesten Sinne dem Bereich Cock and Ball torture (CBT) zuzuordnen ist. Wörtlich müsste man den Begriff mit „Hoden zerschlagen“ oder „Hoden kaputtmachen“ übersetzen. Beim Ballbusting geht es jedoch eher um den Wunsch des Mannes, in den Hoden getreten zu werden oder um den Wunsch der Frau, einem Mann in den Hoden zu treten. Das ist die am weitesten verbreitete Praktik. Als Ballbusting werden aber auch weitere Spielarten bezeichnet, bei denen der Hoden auf verschiedenste Weise einer lustvoll schmerzlichen Tortur unterzogen wird. Hierunter fallen Praktiken wie Abbinden, Schläge mit der flachen Hand oder anderen Objekten wie Peitsche und Paddle, das Quetschen des Hodens mit der Hand oder dem Fuß oder das Boxen in den Hoden.

Da die Hoden des Mannes sehr schlagempfindlich sind, ist diese Praktik immer eine schmerzliche Angelegenheit. Allerdings bewirkt für die Liebhaber dieser Spielart ein Tritt in die Hoden eine hohe sexuelle Erregung, die bis zum Orgasmus führen kann. Dabei muss nicht primär der Tritt selbst die wichtigste Rolle spielen. In der Fantasie desjenigen, der in den Hoden getreten wird, bewirkt das Spiel um Dominanz und devotes Verhalten die sexuelle Erregung, die letztlich durch einen engagierten Partner, der diese Praktik ebenfalls genießt, noch gesteigert wird.

Sind beide Teilnehmer männlich, wird von male-male-ballbusting gesprochen. Einige Männer empfinden Genitalfolter auch aus voyeuristischer Sicht erregend und vermeiden den Schmerz des eigenen Genitalbereiches. Hier kommt es ausschließlich über die Ebene der Fantasie zur sexuellen Erregung. Auch für viele Frauen ist das Treten in die Hoden des Mannes sexuell erregend. Die Macht über die Männlichkeit des Mannes wirkt hier Lust steigernd.

Das Spektrum bei dieser Form des Sadomasochismus reicht von leichtem Unbehagen bis zu starken Schmerzen. Während für manche Männer ein leichter Tritt mit dem Knie in den Hoden schon ausreichend ist, empfinden andere erst Lust, wenn die Tritte mit High Heels oder sogar Spike Heels ausgeführt werden.

Die Verbreitung unterliegt keinen geografischen Grenzen. Unter dem Begriff Tamakeri hat Ballbusting vor allem in Japan große Tradition. In Tamakeri-Videos wird diese Praktik pornografisch dargestellt und richtet sich hauptsächlich an Männer, die masochistisch veranlagt sind und Tamakeri sexuell als stimulierend empfinden.

In der Praxis erfordert diese Technik ein hohes Maß an Feingefühl von der aktiven Person. Der passiven Person müssen aufgrund der Schmerzen immer wieder Ruhepausen gegönnt werden. Optimal ist das langsame Steigern der Intensität der Tritte. Anatomische und physikalische Kenntnisse sind hier von Vorteil. Je nachdem, ob die Energie des Trittes durch die Bewegung der Hoden abgemildert wird oder der Tritt in den physisch fixierten Genitalbereich erfolgt, ist der Schmerz größer oder kleiner. Die Lust der passiven Person kann sich auch noch Tage später an den Folgeerscheinungen entzünden, wenn die farblichen Veränderungen der Blutergüsse betrachtet werden.