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Figging

Figging gehört zu den schmerzhafteren, aber ungefährlichen Formen der BDSM-Praktiken. Im Rahmen dieser Sexualpraktik wird ein geschältes Stück Ingwerwurzel in den Anus des devoten Partners (Bottom) eingeführt. Dieses wird zuvor so zurechtgeschnitten, dass es die Form eines kleinen Zäpfchens bzw. eines Butt Plugs erhält und von den Schließmuskeln selbstständig gehalten werden kann. Das obere Ende des Ingwerstücks sollte dabei allerdings ungeschält bleiben, sodass man dieses ohne Probleme greifen kann. Zudem sollte das in den Anus eingeführte Ende nicht spitz, sondern abgerundet sein, um Verletzungen zu vermeiden. 
Ingwer enthält eine Reihe ätherischer Öle, die stark reizend auf die Schleimhäute wirken. Wenn ein Ingwerstück in den Anus des devoten Partners eingeführt wird, kommt es sofort zu einem schmerzhaften Brennen, das in einem Zeitraum von maximal 5 Minuten seinen Höhepunkt erreicht. Selbst wenn der Ingwer wieder aus dem Anus entfernt wird, ist ein schmerzhaftes Brennen noch zwischen 15 und 30 Minuten, in Extremfällen bis zu mehreren Stunden, spürbar. Die auf diese Weise zugefügten Schmerzen können dem devoten Partner – etwa im Rahmen von Erziehungsspielen – Lust bereiten. Da Ingwer allerdings zudem für eine bessere Durchblutung der Geschlechtsorgane sorgt, steigert Figging auch auf diese Art die sexuelle Lust. Oftmals ist diese BDSM-Praktik mit dem Erleben wesentlich intensiverer Orgasmen verbunden.
Figging wird sowohl zwischen hetero- als auch zwischen homosexuellen Partnern eingesetzt, wobei sich bei einer analen Anwendung eine vorherige Reinigung des Rektums durch einen warmen Einlauf anbietet. Neben dem Anus können Ingwerstücke auch vaginal eingeführt werden. Der aus Ingwer gepresste Saft eignet sich darüber hinaus, um auf Penis und Eichel aufgetragen zu werden. Je stärker die Dosis bzw. je länger das Ingwerstück in Anus oder Vagina bleibt, desto länger und schmerzintensiver ist die Wirkung. Auf diese Weise kann der dominante Partner (Top) die Bestrafung gut regulieren. 
Im Gegensatz zu anderen Praktiken wie etwa dem Fisting, ist das Figging zwar mit intensiven Schmerzen verbunden, birgt jedoch kaum Risiken in sich. Zusätzlich gesteigert werden kann der beim Figging erlebte Schmerz durch gleichzeitige Schläge auf das Gesäß. Aufgrund des brennenden Ingwerstücks in Anus und Rektum ist es dem Bottom nicht möglich, das Gesäß ohne große Schmerzen anzuspannen, sodass die Schläge als sehr intensiv empfunden werden.